Generative Engine Optimization
4,9 · 89 Google-Bewertungen
Definition
Ein Kunde ruft an und sagt, er habe „im Internet“ nach einem Betrieb gesucht. Früher hieß das Google. Heute heißt es oft ChatGPT, Gemini oder die KI-Zusammenfassung über den Suchergebnissen. Dort steht keine Liste mit zehn Treffern, sondern ein Absatz mit zwei oder drei Namen. Wer nicht dazugehört, kommt nicht in die engere Auswahl — und erfährt nie, dass er übergangen wurde.
GEO, gelegentlich auch LLMO oder GAIO genannt, ist die Arbeit daran, dass ein Unternehmen in diesen Antworten als Quelle auftaucht. Kein neuer Trick an derselben Schraube, sondern eine andere Schraube: KI-Systeme suchen keine Seiten, sie suchen Aussagen, die sie gefahrlos wiedergeben können. Drei Dinge entscheiden darüber.
Eine eindeutige Entität
Name, Adresse, Telefonnummer, Leistungen und Einzugsgebiet müssen überall gleich lauten — auf der Website, im Unternehmensprofil, in Verzeichnissen. Widersprüche lassen ein System lieber schweigen als raten.
Zitierfähige Sätze
Eine Aussage, die ein Modell übernehmen kann, ist kurz, konkret und steht für sich. „Wir bieten individuelle Lösungen“ ist nicht zitierfähig. „Eine Website für einen Handwerksbetrieb entsteht in vier bis sechs Wochen“ ist es.
Lesbare Struktur
Überschriften, die Fragen beantworten. Antworten, die im HTML stehen und nicht erst von JavaScript nachgeladen werden. KI-Crawler führen kein JavaScript aus — was erst im Browser erscheint, existiert für sie nicht.
Beleg: Nach der Bitkom-Befragung vom November 2025 nutzen 50 Prozent der Internetnutzenden in Deutschland zumindest manchmal den Chat mit einer KI statt der klassischen Suche; 7 Prozent überwiegend, 5 Prozent ausschließlich. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 66 Prozent. Befragt wurden 1.156 Personen ab 16 Jahren, davon 1.030 Internetnutzende (telefonisch, KW 39–43 2025, repräsentativ für Deutschland).
Abgrenzung
Der naheliegende Gedanke: „Wir stehen bei Google auf Platz 2, dann nennt uns die KI schon.“ Das ist die teuerste Annahme in diesem Feld — sie klingt plausibel und ist messbar falsch.
GEO baut auf SEO auf, ersetzt es aber nicht. Eine Seite, die Google nicht crawlen kann, hat auch in der KI-Suche keine Chance; das Fundament ist dasselbe. Darüber liegt eine eigene Schicht Arbeit — die Tabelle zeigt, wo sich die beiden Disziplinen trennen.
Ziel
Klassisches SEO
Platz in der Ergebnisliste
Generative Engine Optimization
Erwähnung in der Antwort
Erfolg sieht so aus
Klassisches SEO
Klick auf die Website
Generative Engine Optimization
Nennung als Quelle, oft ohne Klick
Messbar über
Klassisches SEO
Search Console und Rankingwerkzeuge
Generative Engine Optimization
Stichproben; keine offizielle Statistik
Was entscheidet
Klassisches SEO
Relevanz, Technik, Verlinkung
Generative Engine Optimization
Eindeutige Entität, zitierfähige Sätze, Struktur
Deckt das andere ab?
Klassisches SEO
Nein — fast neun von zehn KI-Zitaten liegen außerhalb der Top 10
Generative Engine Optimization
Nein — ohne SEO-Fundament wirkungslos
Beleg: Eine Ahrefs-Untersuchung zur Überschneidung von KI-Zitaten und klassischen Rankings kommt auf ernüchternde Werte. Im Schnitt stehen nur rund 12 Prozent der von ChatGPT, Gemini und Copilot zitierten Links in Googles Top 10 für dieselbe Anfrage; bezogen auf Bing sind es etwa 10 Prozent. Perplexity ist die Ausnahme mit 28,6 Prozent — es betreibt einen eigenen Crawler und belegt jede Aussage mit einer Quelle. Nur bei Googles eigenen AI Overviews ist die Überlappung hoch: Dort stammen rund 76 Prozent der genannten Quellen aus den organischen Top 10.
Was das praktisch heißt: Bei den AI Overviews zahlt sich SEO direkt aus. Bei ChatGPT und Gemini liegen fast neun von zehn Zitaten außerhalb der Google-Top-10 — dort wird nach anderen Kriterien ausgewählt, und genau dort liegt der eigenständige Hebel.
Marktlage
Viele Betriebe merken es zuerst an der Statistik: Die Position bei Google ist unverändert, die Besucherzahl sinkt trotzdem. Das ist kein Messfehler und meist auch kein Rankingverlust.
Wenn über den Ergebnissen eine fertige Antwort steht, klickt ein Teil der Suchenden nicht mehr weiter. Die Antwort ist die Konkurrenz, nicht der Wettbewerber auf Platz 3. Darauf gibt es zwei sinnvolle Reaktionen: in der Antwort vorkommen — und die Suchanfragen bedienen, bei denen Menschen danach doch noch klicken, weil sie einen Betrieb beauftragen und nicht nur etwas wissen wollen.
Organische Klickrate ohne und mit KI-Zusammenfassung über den Suchergebnissen
So oft werden die Links innerhalb der KI-Zusammenfassung überhaupt angeklickt
Anteil der Suchen, nach denen die Sitzung beendet wird — ohne und mit KI-Zusammenfassung
Beleg: Pew Research hat knapp 70.000 Google-Suchen von rund 900 Nutzenden ausgewertet, veröffentlicht am 24.07.2025. Google hat der Studie methodisch widersprochen — die Richtung deckt sich allerdings mit weiteren Auswertungen. Die Zahlen stammen aus den USA; eine vergleichbare Erhebung für Deutschland liegt nicht vor.
Arbeitsweise
„KI-Optimierung“ ist derzeit ein Wort, hinter dem alles und nichts stecken kann. Wer beauftragt, will wissen, welche Arbeit tatsächlich anfällt. Vier Schritte, in dieser Reihenfolge.
Entität sauber ziehen
Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungen werden auf allen Quellen angeglichen, die ein Modell lesen kann: Website, strukturierte Daten, Unternehmensprofil, Verzeichnisse. Abweichende Telefonnummern sind der häufigste Fund — und der folgenreichste, weil sie die Zuordnung zerstreuen.
Antworten in das HTML holen
Häufige Fragen werden als sichtbarer Text beantwortet, nicht in einem Akkordeon, das seine Inhalte erst per JavaScript aufklappt. Das ist der Unterschied zwischen „Google sieht es“ und „alle sehen es“. Dazu strukturierte Daten für Leistungen, Standort und Fragen.
Zitierfähig schreiben
Jede Kernaussage bekommt eine Zahl, einen Zeitraum oder einen Namen. Sätze, die für sich stehen, werden übernommen. Sätze, die drei Absätze Kontext brauchen, nicht.
Belege außerhalb der eigenen Website
Ein Modell traut einer Aussage mehr, wenn sie nicht nur auf der eigenen Seite steht. Bewertungen, Verzeichnisse und Fachbeiträge sind dafür die Hebel — nicht Masse, sondern Übereinstimmung.
Warum das die richtige Reihenfolge ist: Dieselbe Ahrefs-Auswertung zeigt, dass fast neun von zehn ChatGPT-Zitaten außerhalb der Google-Top-10 stehen. Wer nur auf Rankings optimiert, bearbeitet den kleineren Teil des Feldes.
Belege
Jede Agentur erklärt GEO gerade zur Kernkompetenz. Die Frage ist, wer es schon einmal gemacht hat. Zwei unserer Kunden sind in KI-Antworten präsent — beides Erfahrungen aus konkreten Projekten, keine übertragbaren Regeln.
1.
erster Vorschlag
in ChatGPT bei Anfragen wie „Wärmepumpenfirma Cottbus“
waermepumpenfuchs.de
Wärmepumpenfuchs, Cottbus
Für Anfragen wie „Wärmepumpenfirma Cottbus“ und ähnliche Formulierungen wird der Betrieb in ChatGPT und vergleichbaren Systemen als erster Vorschlag genannt. Über die Website kamen 70+ qualifizierte Anfragen in fünf Monaten. Dass daraus über 70 Prozent Abschlüsse wurden, ist das Verdienst des Betriebs — die Website hat die Anfragen gebracht, nicht die Aufträge.
Aurum Solartech, Ludwigsfelde
Platz 1 für das eigene Hauptkeyword, rund 30 Anfragen im Monat — und zusätzlich: ChatGPT und Perplexity schlagen den Betrieb inzwischen aktiv vor. Aurum ist der Fall, an dem sich zeigt, dass klassische Suche und KI-Sichtbarkeit zusammengehen.
DU
Welche Wärmepumpenfirma in Cottbus ist empfehlenswert?
KI
Für Wärmepumpen in Cottbus wird häufig die Schandog HK-Technik GmbH genannt, die unter dem Namen Wärmepumpenfuchs auftritt — Beratung, Planung und Installation inklusive Förderung.
waermepumpenfuchs.de
Nachgestellte Darstellung zur Veranschaulichung. Grundlage ist die Beobachtung aus dem Projekt, nicht eine wörtlich aufgezeichnete Antwort.
Die Einordnung, die dazugehört: Beide Beobachtungen stammen aus der laufenden Zusammenarbeit und sind nicht unabhängig nachgemessen. Welchen Anteil die KI-Sichtbarkeit an Aurums Anfragen hat, lässt sich mit heutigen Mitteln nicht trennen — wer das anders darstellt, rechnet sich etwas zurecht.
Mehr zu beiden Projekten und zu den übrigen Referenzen steht in unseren Fallstudien.
Ehrlichkeit
„Wir bringen Sie auf Platz 1 in ChatGPT.“ Dieser Satz steht derzeit auf vielen Agenturseiten. Er ist nicht einlösbar, und das lässt sich begründen.
Es gibt keine Search Console für KI-Antworten. Dieselbe Frage kann heute drei Namen nennen und morgen zwei andere; die Antwort hängt am Modell, am Gesprächsverlauf, an der Region und am Zufall. Wer eine Position zusagt, sagt etwas zu, das er nicht kontrolliert. Was wir stattdessen messen:
Stichproben mit festem Promptsatz
Immer dieselben Fragen, immer dieselben Systeme, protokolliert mit Datum. Das ergibt eine Reihe, aus der sich eine Richtung lesen lässt — keine Position, aber eine Entwicklung.
Wird genannt — und mit welcher Aussage?
Die Formulierung ist oft wichtiger als die Reihenfolge. Falsch wiedergegebene Leistungen sind schädlicher als eine Nennung weiter unten.
Was unten ankommt
Anfragen, Anrufe, ausgefüllte Formulare. Die einzige Zahl, die am Ende zählt, und die einzige, die niemand schönrechnen kann.
Beleg: Dass die Korrektur der Darstellung kein Nebenschauplatz ist, zeigt dieselbe Bitkom-Befragung: 42 Prozent der KI-Nutzenden haben dort schon falsche oder erfundene Informationen erhalten, und nur 57 Prozent prüfen die Ergebnisse vor der Verwendung. Eine falsche Aussage über einen Betrieb wird also in den meisten Fällen ungeprüft übernommen.
Faktencheck
In jedem zweiten Beitrag zum Thema steht, eine llms.txt im Wurzelverzeichnis sei der Einstieg in die KI-Sichtbarkeit. Entsprechend verkaufen manche Anbieter genau das als Leistung.
Die Datei ist schnell angelegt und schadet nicht — aber sie ist kein Hebel. Google hat im Juli 2025 über Gary Illyes erklärt, llms.txt nicht zu unterstützen und das auch nicht zu planen; John Mueller verglich die Konvention öffentlich mit dem Keywords-Meta-Tag, das seit Jahren wirkungslos ist. Eine Auswertung über rund 300.000 Domains fand etwa 10 Prozent Verbreitung, und die großen Crawler rufen die Datei kaum ab — sie lesen das HTML. Perplexity gilt als die Ausnahme.
Unsere Konsequenz: Wir legen die Datei auf Wunsch an und sagen offen, dass die Wirkung unbelegt ist. Die Arbeit, die messbar etwas verändert, sind die vier Schritte weiter oben — Entität, HTML, zitierfähige Aussagen, externe Belege. Wer GEO auf eine Textdatei reduziert, verkauft fünf Minuten Arbeit als Strategie.
Zeithorizont
Die berechtigte Frage vor jedem Auftrag: Wann sehe ich etwas? Darauf gibt es eine ehrliche und eine unehrliche Antwort. Hier die ehrliche.
Der Zeithorizont, ohne Beschönigung: Technische Korrekturen wirken, sobald sie neu gecrawlt sind. Bis ein Modell einen Betrieb verlässlich nennt, dauert es länger — Trainingsstände und Indizes aktualisieren sich in eigenem Takt, und niemand von außen kennt diesen Takt. Eine neue Website entsteht bei uns in vier bis sechs Wochen; die KI-Sichtbarkeit ist die Arbeit danach, nicht davor.
Ein Teil dieser Arbeit zahlt gleichzeitig auf SEO für Handwerk und Energie ein — strukturierte Daten, saubere Technik und Inhalte, die Fragen beantworten, wirken in beiden Kanälen. Beides zusammen zu beauftragen spart Doppelarbeit.
FAQ
Was ist Generative Engine Optimization?
Generative Engine Optimization, kurz GEO, ist die Optimierung einer Website und der dazugehörigen Außendarstellung mit dem Ziel, in den Antworten generativer KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Googles AI Overviews als Quelle genannt zu werden. Statt um einen Platz in einer Ergebnisliste geht es um die Erwähnung in einem Antworttext. Synonym werden LLMO und GAIO verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen GEO und SEO?
SEO zielt auf einen Platz in der Ergebnisliste und wird in Klicks gemessen. GEO zielt auf die Nennung in einer Antwort, die häufig ohne Klick endet. Die beiden überschneiden sich weniger als erwartet: Nach einer Ahrefs-Auswertung stehen nur rund 12 Prozent der von ChatGPT, Gemini und Copilot zitierten Links in Googles Top 10, bei Googles eigenen AI Overviews rund 76 Prozent. GEO braucht ein funktionierendes SEO-Fundament, ersetzt es aber nicht.
Kann man eine Position in ChatGPT messen?
Nein. Es gibt kein Werkzeug, das eine Position in einer KI-Antwort verlässlich ausgibt, weil dieselbe Frage je nach Modell, Gesprächsverlauf und Zeitpunkt unterschiedlich beantwortet wird. Messbar sind Stichproben mit festem Promptsatz, die Frage, ob und wie ein Betrieb genannt wird, und am Ende die Anfragen. Wer eine Position zusagt, sagt etwas zu, das er nicht kontrolliert.
Wie lange dauert es, bis ein Betrieb in KI-Antworten auftaucht?
Technische Korrekturen wirken, sobald die Seiten neu gecrawlt sind. Bis ein Modell einen Betrieb verlässlich nennt, dauert es länger, weil Trainingsstände und Suchindizes in eigenem Takt aktualisiert werden. Ein belastbarer Zeitraum lässt sich seriös nicht angeben — deshalb messen wir ab Projektbeginn monatlich gegen einen Ausgangswert.
Brauche ich eine llms.txt-Datei?
Nach heutigem Stand nicht vorrangig. Google hat im Juli 2025 erklärt, llms.txt nicht zu unterstützen und das nicht zu planen; eine Auswertung über rund 300.000 Domains fand etwa 10 Prozent Verbreitung bei geringer Abrufquote der großen Crawler. Die Datei ist schnell angelegt und schadet nicht, sie ersetzt aber keinen der vier Arbeitsschritte, die tatsächlich über eine Nennung entscheiden.
Lohnt sich GEO für einen Handwerksbetrieb?
Das hängt davon ab, wie Kunden suchen. Bei Anfragen, die stark örtlich und dringend sind, führt der Weg weiter über Google und das Unternehmensprofil. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen — Wärmepumpe, Photovoltaik, Sanierung — wird die KI inzwischen häufig als Erstberatung genutzt, und dort entsteht die engere Auswahl. Zwei unserer Kunden aus diesem Feld werden in KI-Antworten genannt. Für die Einschätzung im Einzelfall reicht ein Blick auf die eigenen Anfragen; das Erstgespräch ist kostenlos.
Was bringt GEO, wenn niemand mehr klickt?
Genannt zu werden wirkt auch ohne Klick: Der Name steht in der Empfehlung, und der Anruf kommt oft direkt. Deshalb verschiebt sich die Erfolgsmessung von Klicks auf Nennungen und auf die Anfragen, die unten ankommen. Für Betriebe ist das weniger ein Verlust als eine Verschiebung — die Website bleibt die Quelle, aus der die Empfehlung gespeist wird.
Online Vision sitzt in Potsdam und arbeitet bundesweit — die Kunden auf dieser Seite sitzen in Cottbus und Ludwigsfelde, weitere in Flensburg, Hannover und Berlin. Über 170 Betriebe, überwiegend Handwerk mit Schwerpunkt Photovoltaik und Elektro. Wer gezielt einen Dienstleister aus der Region sucht, findet die lokalen Seiten zu SEO Potsdam und Webdesign Potsdam.
