Ratgeber · Selbsttest
Die Lage
Anteil der geprüften Seiten, bei denen das jeweilige Merkmal fehlt. Grundlage: 500 Handwerker-Websites aus fünf Gewerken in fünf Großstädten, geprüft aus Kundensicht am Smartphone (Team handwerk-digital, veröffentlicht 29.07.2025). Websitequote 94 Prozent: Bitkom und ZDH, 504 befragte Betriebe, 2025.
Anleitung
Nimm das Handy
Nicht den Rechner — so kommen die meisten Besucher. Öffne deine Website über die Suche oder die Adresszeile, nicht über ein Lesezeichen, damit du siehst, was ein Fremder sieht.
Zähl mit
Für jeden Test, den deine Seite besteht, ein Punkt. Am Ende dieser Seite steht, was deine Punktzahl bedeutet und wo du zuerst ansetzt.
Von oben nach unten
Die Reihenfolge ist nicht zufällig. Oben stehen die Fehler, die am meisten Anfragen kosten — unten die, die erst wirken, wenn der Rest sitzt.
Die Prüfliste
Die Seite sagt nicht, warum gerade dein Betrieb
Leistungen, ein Stockfoto, „zuverlässig und termingerecht“ — das schreiben alle. Wer drei solche Seiten nebeneinander öffnet, kann sie nicht unterscheiden und entscheidet nach dem Preis.
Der Test
Deck Logo und Firmennamen mit dem Finger ab und lies den ersten Absatz. Könnte er genauso beim Wettbewerber im Nachbarort stehen? Dann nicht bestanden.
Der Fix
Ein Satz ganz oben, der nur auf dich passt: Gewerk, Art der Anlagen, typische Projektgröße. Danach ein konkreter Fall statt eines Adjektivs — welche Anlage, welches Problem, welches Ergebnis. Mehr dazu unter Webdesign für Handwerk und Energie.
Der Beleg
59 Prozent der 500 geprüften Seiten enthalten nur generischen Branchentext ohne eigene Aussage.
Der Kontakt ist zu weit weg
Steht die Nummer erst im Impressum, ist sie am Handy nicht antippbar oder fragt das Formular nach zwölf Feldern, ist der Interessent weg — nicht weil du schlechter wärst, sondern weil der Nächste schneller erreichbar war.
Der Test
Startseite am Handy öffnen. Ohne Scrollen eine Telefonnummer sichtbar? Antippen — öffnet sich der Wähler? Danach die Felder in deinem Kontaktformular zählen.
Der Fix
Nummer im sichtbaren Bereich als antippbarer Link. Formular auf drei bis vier Felder kürzen: Name, eine Erreichbarkeit, ein Satz zum Anliegen. Dazu ein Satz, wann du zurückrufst — eine zugesagte Reaktionszeit senkt die Hürde mehr als jedes Designdetail.
Der Beleg
Vier von 500 Seiten boten eine Online-Terminbuchung — 0,8 Prozent. Fehlende oder schlechte Kontaktmöglichkeiten sind einer der drei Fehler, die wir in bisherigen Projekten am häufigsten vorgefunden haben.
Niemand erfährt, wo du arbeitest
Handwerk ist regional. Trotzdem fehlt auf vielen Seiten, welche Orte und welchen Umkreis der Betrieb bedient. Der Interessent müsste anrufen, um zu erfahren, ob sich das Anrufen lohnt. Viele tun es nicht.
Der Test
Such auf deiner Seite nach einem Ortsnamen. Steht irgendwo konkret, wo du arbeitest — oder nur „Region“ und „und Umgebung“?
Der Fix
Das Einsatzgebiet ausschreiben, mit den Orten. Das beantwortet die Frage des Interessenten und beschreibt gleichzeitig für Google, wofür die Seite zuständig ist. Wie eine Seite aussieht, die das konsequent macht, zeigt Webdesign Potsdam.
Der Beleg
Die fehlende Angabe der Einsatzregionen ist der dritte der drei Fehler, die wir aus bisherigen Projekten als die häufigsten kennen.
Kein Gesicht, nur Stockfotos
Handwerk ist ein Vertrauensgeschäft — jemand soll in die Wohnung oder aufs Dach. Ein Lächeln aus einer Bilddatenbank leistet dafür nichts, und oft erkennt der Besucher es sogar, weil er es vorher schon zweimal gesehen hat.
Der Test
Gibt es auf deiner Seite ein echtes Foto von dir, deinem Team oder eurer Arbeit? Mit Namen dazu?
Der Fix
Ein Foto vom Inhaber mit Namen und Funktion, dazu echte Projektbilder. Nicht perfekt — echt. Ein Handyfoto von der eigenen Baustelle wirkt besser als ein Hochglanzbild, das nicht von dir ist.
Der Beleg
78 Prozent der geprüften Seiten zeigen nicht einmal ein Foto des Inhabers oder eines Ansprechpartners.
Keine Belege, nur Behauptungen
„Über 20 Jahre Erfahrung“, „höchste Qualität“, „faire Preise“ — jede dieser Aussagen kann jeder schreiben, und deshalb glaubt sie keiner. Was überzeugt, ist überprüfbar.
Der Test
Zähl die überprüfbaren Belege auf deiner Seite: Kundenstimme mit Namen, abgeschlossenes Projekt mit Bild, Bewertungen, Zertifikate. Null oder einer heißt nicht bestanden.
Der Fix
Drei bis fünf echte Fälle mit Bild und einem Satz Ergebnis, dazu die Google-Bewertungen sichtbar auf der Seite. Wie wir das bei uns selbst machen, zeigen unsere Referenzen und Fallstudien.
Der Beleg
50 Prozent der geprüften Seiten zeigen keine einzige Kundenstimme. Und nur 40 Prozent der Handwerksbetriebe sind überhaupt auf Bewertungsplattformen zu finden.
Alles steht auf einer Seite
Eine lange Startseite, auf der alle Leistungen untereinander stehen. Für den Besucher unübersichtlich — für Google ein Rätsel: Die Seite kann nicht für drei Leistungen gleichzeitig die beste Antwort sein. Also wird sie für keine davon gezeigt.
Der Test
Hat jede deiner Hauptleistungen eine eigene Unterseite mit eigener Adresse? Oder führen alle Menüpunkte nur weiter nach unten auf derselben Seite?
Der Fix
Pro Hauptleistung eine eigene Unterseite mit eigener Überschrift und eigenem Text. Das ist der häufigste strukturelle Fehler überhaupt und der mit der größten Hebelwirkung, weil er das Ranking für jede einzelne Leistung erst freischaltet. Der Zusammenhang steht ausführlicher auf SEO für Handwerk und Energie.
Der Beleg
Aus unserer Projekterfahrung: Mit WordPress, Framer und Webflow ist das in der Regel machbar, bei einfachen Onepage-Baukästen scheitert es oft genau hier. Das ist Erfahrung, keine Messung — und es liegt nie am Namen des Systems, sondern daran, was es zulässt.
Die Fragen deiner Kunden bleiben unbeantwortet
Am Telefon kommen immer dieselben fünf Fragen. Wie lange dauert das? Kommt ihr auch zu mir? Macht ihr auch Wartung? Auf der Website steht keine davon — also muss jeder anrufen, der es wissen will. Und die meisten rufen nicht an.
Der Test
Schreib die fünf Fragen auf, die du am häufigsten hörst, und such sie auf deiner Website. Wie viele findest du beantwortet?
Der Fix
Ein FAQ-Block mit genau diesen Fragen, in der Sprache der Kunden gestellt und ehrlich beantwortet. Das nimmt dem Interessenten die Hürde und ist zugleich das Format, das Google und KI-Systeme am leichtesten zitieren können. Weitere Anleitungen dieser Art stehen im Ratgeber.
Der Beleg
Nur 15 Prozent der 500 geprüften Seiten beantworten typische Kundenfragen. Das ist die größte inhaltliche Lücke der ganzen Erhebung.
Keine Karriereseite
Du suchst Mitarbeiter, schaltest Anzeigen, und es kommt nichts. Übersehen wird dabei: Wer sich ernsthaft für eine Stelle interessiert, sieht sich vorher die Website des möglichen Arbeitgebers an. Findet er dort nichts über das Arbeiten bei dir, bewirbt er sich beim Nächsten.
Der Test
Hat deine Seite eine eigene Karriereseite — nicht nur „Wir suchen Verstärkung“ im Fußbereich? Steht dort ein Name mit Telefonnummer, an den eine Bewerbung gehen kann?
Der Fix
Eine eigene Karriereseite: wie der Arbeitstag aussieht, welche Fahrzeuge und Werkzeuge es gibt, wer das Team ist, ein konkreter Ansprechbarer — und ein Formular, das in zwei Minuten ausgefüllt ist, ohne Anschreiben. Wie das für einen Elektrobetrieb aussieht, zeigen Websites für Elektrobetriebe.
Der Beleg
53 Prozent der geprüften Seiten haben keine eigene Karriereseite, nur 18 Prozent nennen einen konkreten Ansprechpartner für Bewerbungen. Bei der BEAG Berliner Elektro-Anlagenbau stiegen die Bewerbungen nach der neuen Website von etwa 3 auf 10 pro Monat.
Am Handy langsam oder fehlerhaft
Die Seite wurde am großen Bildschirm gebaut und dort geprüft. Am Handy lädt sie dann vier Sekunden, Schaltflächen liegen zu eng beieinander, Text läuft über den Rand. Der Besucher geht zurück zu den Suchergebnissen — und das ist auch für Google ein Signal.
Der Test
Handy, mobile Daten statt WLAN, Seite neu laden und innerlich mitzählen. Länger als drei Sekunden bis etwas Lesbares erscheint: nicht bestanden. Dann einmal mit dem Daumen durchscrollen — läuft irgendwo Text über den Rand, liegen Schaltflächen so eng, dass du sie kaum einzeln triffst?
Der Fix
Bilder verkleinern, überflüssige Schriften und Effekte entfernen, Schaltflächen auf Daumengröße bringen, Zeilen am Handy prüfen statt am Monitor. Das ist meist kein Umbau, sondern Sorgfalt — und gehört zu jedem Projekt dazu, siehe Webdesign für Handwerk und Energie.
Der Beleg
Die 500 Seiten der Erhebung wurden bewusst am Smartphone aus Kundensicht bewertet. Das Ergebnis waren 2,12 von 9 Punkten. Mobil ist nicht die Zweitansicht, sondern die Hauptansicht.
Für Google und KI-Systeme nicht einzuordnen
Immer mehr Interessenten fragen nicht mehr bei Google, sondern in ChatGPT oder Perplexity: „Wer macht Wärmepumpen in meiner Nähe?“ Die Antwort nennt drei Betriebe. Steht dein Name nicht dabei, bist du für diesen Kunden nicht vorhanden — und du siehst es nicht einmal, weil kein Besuch in der Statistik auftaucht.
Der Test
Frag ein KI-System nach deinem Gewerk und deinem Ort. Wirst du genannt? Dann die zweite Hälfte: Stehen Firmenname, Adresse und Telefonnummer auf der Website, im Google-Profil und in den Verzeichnissen überall identisch? Eine abweichende Nummer ist der häufigste Grund, warum ein Betrieb nicht zugeordnet wird.
Der Fix
Die Angaben überall vereinheitlichen, das Google-Unternehmensprofil vollständig füllen, Inhalte zitierbar schreiben — klare Aussagen, Fragen mit Antworten, nachprüfbare Zahlen. Der Unterschied zwischen beiden Welten steht in SEO und GEO im Vergleich, die Leistung selbst unter Generative Engine Optimization.
Der Beleg
Für Suchanfragen wie „Wärmepumpenfirma Cottbus“ ist der Wärmepumpenfuchs in KI-Antworten der erste Vorschlag, und Aurum Solartech gewinnt heute aktiv Kunden darüber. Das sind zwei Projekte und Suchanfragen dieser Art — keine allgemeine Zusage.
Auswertung
8 bis 10 Punkte
Deine Seite gehört zum oberen Rand dessen, was im Handwerk online steht. Kommen trotzdem keine Anfragen, liegt es nicht an der Seite, sondern daran, dass zu wenige sie finden. Das ist eine Frage der Sichtbarkeit, nicht des Inhalts.
5 bis 7 Punkte
Das Fundament trägt, es fehlen einzelne Stücke. Die schnellsten Gewinne liegen bei den Punkten 2, 5 und 7 — Kontakt, Belege, Kundenfragen. Alle drei lassen sich ohne Umbau nachtragen.
0 bis 4 Punkte
Du liegst im Durchschnitt der 500 geprüften Seiten, und das ist ehrlicher gemeint, als es klingt: Bei 2,12 von 9 Punkten im Schnitt bedeutet schon Sorgfalt einen deutlichen Abstand nach vorn. Hier lohnt die Frage, ob Nachbessern oder Neubauen schneller zum Ziel führt — und die entscheidet sich an Punkt 6.
Reihenfolge
Eigene Aussage statt Branchentext, echtes Foto statt Stockbild, Belege statt Adjektiven, Antworten auf die Fragen, die du am Telefon hörst. Das sind die Punkte 1, 4, 5 und 7.
Antippbare Nummer, kurzes Formular, ausgeschriebenes Einsatzgebiet. Punkte 2 und 3 — beide ohne Umbau nachzutragen.
Eigene Unterseite pro Leistung und eine Seite, die am Handy schnell ist. Punkte 6 und 9.
SEO und KI-Auffindbarkeit. Punkte 8 und 10 — sie wirken erst, wenn die drei Stufen darüber stehen.
Häufige Fragen
Was ist der häufigste Fehler auf Handwerker-Websites?
Die Seite sagt nicht, warum gerade dieser Betrieb. 59 Prozent von 500 geprüften Handwerker-Websites enthalten nur generischen Branchentext ohne eigene Aussage — austauschbare Seiten werden nach dem Preis verglichen, nicht nach der Leistung.
Wie finde ich heraus, warum meine Website keine Anfragen bringt?
Mit einem Durchgang am Handy entlang der zehn Punkte dieser Liste. Die meisten Ursachen sind ohne Technikwissen erkennbar: versteckte Telefonnummer, keine Belege, kein Einsatzgebiet, keine Antworten auf typische Kundenfragen. Bleibt nach dem Durchgang keine offene Stelle, ist es ein Sichtbarkeitsproblem und kein Inhaltsproblem.
Lohnt es sich, eine schlechte Website zu optimieren, oder ist neu bauen besser?
Das entscheidet sich an der Struktur. Lässt das System eigene Unterseiten pro Leistung und steuerbare Überschriften zu — wie WordPress, Framer oder Webflow —, ist Optimieren meist der schnellere Weg. Bei einfachen Onepage-Baukästen scheitert es oft genau daran, und dann kostet Nachbessern mehr als ein Neuaufbau. Das ist unsere Erfahrung aus bisherigen Projekten.
Wie wichtig ist die mobile Ansicht wirklich?
Sie ist die Hauptansicht. Die Erhebung mit 500 Handwerker-Websites wurde ausdrücklich am Smartphone aus Kundensicht bewertet, und Google bewertet Websites ebenfalls in der mobilen Fassung — die Desktop-Ansicht ist für das Ranking nicht die maßgebliche.
Muss ich mich jetzt auch um KI-Suchen kümmern?
Es lohnt sich, weil es wenige tun und der Aufwand überschaubar ist: einheitliche Kontaktdaten überall, ein vollständiges Google-Profil, zitierbare Inhalte mit klaren Antworten. In eigenen Projekten hat das messbar gewirkt — ein Kunde ist für Suchanfragen seiner Art der erste Vorschlag in KI-Antworten.
Wie viele Felder darf ein Kontaktformular haben?
Drei bis vier: Name, eine Erreichbarkeit, ein Satz zum Anliegen. Jedes weitere Feld kostet Abschlüsse. Alles, was du sonst wissen willst, lässt sich im Rückruf klären — und ein zugesagter Rückrufzeitraum senkt die Hürde zusätzlich.
Nächster Schritt
Online Vision GmbH · Mittelstraße 31, 14467 Potsdam · Websites, SEO und GEO für Handwerks- und Energiebetriebe, bundesweit.